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Elharter | 18 Nov : 23:04
Sneaky Peaky online...
Kellogg | 15 Nov : 21:28
@Crono Ich bin alle Strecken gefahren die gut aussehen. Wir brauchen mehr neue schöne tracks.
RudyOosterndijk | 07 Nov : 20:58
Danke für den Hinweis. Ich hätte ihn sonst wahrscheinlich erst zu Weihnachten gesehen.
birel | 06 Nov : 17:26
Danke für die Unterstützung Rudy - ich habe dir meinen ausführlicheren Dank auf Discord geschrieben <3
RudyOosterndijk | 28 Okt : 06:28
Natürlich nur die passenden für seinen Bus.

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Thread: Rudys VHS-Regal

Moderatoren: Crono, RudyOosterndijk

Donnerstag 13 August 2020 - 16:10:16

Raumpatrouille Orion
Sci-Fi-Kult, 1966



Raumpatrouille Orion ist die erste und bekannteste deutsche Science-Fiction-Fernsehserie - und damit auch die einzig gute. Sie wurde ab dem 17. September 1966 vierzehntäglich samstagabends nach der Tagesschau von der ARD in sieben Teilen und natürlich in schwarz-weiß ausgestrahlt und besitzt absoluten Kultcharakter. Also zu einer Zeit, wo an den weichgespülten Star Wars-Kitsch noch lange nicht zu denken war.

Als ich die Serie zum ersten Mal auf drei VHS-Kassetten aufgeteilt im Schrank meiner Eltern fand, muss ich ungefähr sechs oder sieben Jahre alt gewesen sein. Das weiß ich deshalb so genau, weil ich kurz nach der Einschulung mein erstes Keyboard geschenkt bekommen habe, und ich als erstes Lied die dröhnende Titelmelodie der Raumpatrouille auf der digitalen Orgel nachspielen können wollte.

Doch was hat mich dazu gebracht, eine damals bereits 30-Jahre alte Serie bis heute regelmäßig anzuschauen? Im Nachhinein wahrscheinlich das Design der schwarzen VHS-Boxen mit dem prägnanten Schriftzug, dem Weltall und einem schwarz-weißen Vorschaubild. Alle meine Kinderfilme kannten schließlich sowas wie Farben. Außerdem die angesprochene Titelmusik, die ich selbst als absolut unmusikalisches Kind auch heute noch im Muskelgedächtnis gespeichert habe. Dann der charismatischste (und bestaussehende) Hauptdarsteller meiner Kindheit. Innovative "Special Effects", die sich ihre Anführungszeichen wahrlich verdient haben. Ein retro-futuristisches Set-Design mit dem oft zitierten Bügeleisen als zentralem Element auf der Kommandobrücke der Orion. Und neben der eher stereotypen, wenig emanzipierten Raumschiff-Sekretärin Helga Legrelle eine relativ starke Frauenrolle in KGB GSD-Sicherheitsoffizierin und Hotlap Masters-Teilnehmerin Tamara Jagellovsk. Dazu erkennt man leicht die Stimmen von Käpt'n Blaubär, Wolfgang Völz, und Homer Simpson, Norbert Gastell.

Wer sich alle sieben Folgen am Stück reinziehen will, kann das übrigens seit diesem Monat auf dem YouTube-Kanal der TV-Klassiker tun. Die Serie gibt es aber auch bei allen Streaming-Diensten, die die ARD-Plus-Mediathek im Programm haben. Leider bekommt man den bildtechnisch weit überlegenen Remaster nur auf DVD.



Michael Schumacher - Der Erbe
Dokumentation, 1996


Das gibt's doch nicht! Nur drei Stunden, nachdem ich das knapp drei Jahre alte Video verlinkt habe, wurde der YouTube-Account gelöscht.

Meine absolute liebste Dokumentation zur Formel-1-Weltmeisterschaft 1994 über den von Gott gesandten Formel-1 Weltmeister, den einzigen legitimen Nachfolger des frühen Propheten Ayrton Senna.

Der Film kommt teilweise mit originalem Bildmaterial der Rennübertragungen, einem nachträglich und exklusiv aufgezeichneten Interview mit Michael Schumacher, und natürlich mit der unverkennbar cheesigen Hintergrundmusik, wie sie regelmäßig in den Dokumentationen der 90er Jahre mehr oder weniger passend unter das B-Roll-Footage gelegt wurde. Dazu ein Sprecher, der erstaunlich wenige Unsicherheiten bei der Aussprache fremder Namen beweist, dessen Formulierungen sich dafür aber regelmäßig in mystisch-religiös aufgeladenen Metaphern und anderen verbalen Luftschössern verlieren.

Wer jetzt immer noch eine objektiv-kritische Betrachtung der Saison 1994 erwartet, die bei all der Tragik und den Kontroversen sicherlich nötig gewesen wäre, sollte lieber den offiziellen Saisonrückblick der FOCA googlen. In den YouTube-Comments beschreibt Tumbino bereits sehr treffend:

Diese Doku hätte Leni Riefenstahl nicht besser drehen können. Eine Glorifizierung und Verklärung ohne jeglich Objektivität, fehlte nur noch, dass der Kommentator vorschluge Schumacher zum Heiligen zu erklären. Der Produzent dieses Propagandafilms sollte die Adresse da lassen damit sich Kim Jong Un melden kann.

Und gerade aus diesem Grund hat Der Erbe - neben der dramaturgisch ähnlich inszenierten RTL-Vorberichterstattung in dieser Zeit - bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen, sodass ich mir auch den einige Jahre später erscheinenden Re-Release auf Video-CD habe unter den Tannenbaum legen lassen.
Bearbeitet Donnerstag 13 August 2020 - 19:28:36
Montag 17 August 2020 - 20:04:29

LEGO Sportschau
Stop-Motion-Brick-Films, 1994


Auch wenn es die komplette VHS auf YouTube zu finden ist, hier nur der Auszug, der vielleicht auf dieser Website am relevantesten ist.

Die LEGO Sportschau ist eigentlich nur die deutsche Fassung einer Reihe von insgesamt sieben sogenannten Brick-Films, die von LEGO im Laufe der 80er Jahre in Auftrag gegeben wurde. Warum das Ganze erst Jahre später in Deutschland erschien, ist mir ein Rätsel, denn die Protagonisten bleiben stumm - eine Tradition, die sich bis weit in die lizenzierten LEGO-Videospiele der 2010er Jahre fortsetzen sollte.

Die einige Minuten kurzen Brick-Films wurden mit der Stop-Motion-Technik gedreht, was mich in meinen Kindergartentagen äußerst beeindruckt hat. Das lag wahrscheinlich in erster Linie nicht am Aufwand - schließlich müssen alle sich bewegenden Objekte inklusive der Kamera für eine einzige Sekunde Film mehrmals neu positionert werden - sondern am kindgerechten, fantasievollen und recht albernen Humor, der in den meisten Fällen darauf beruht, dass man ein bestimmtes LEGO-Objekt immer wieder umbauen und den eigentlichen Zweck verfremden kann.

Die Tatsache, dass im Formel-1-Clip offensichtlich ein John Player Special-Lotus unterwegs ist, habe ich auch erst neulich entdeckt.
Bearbeitet Montag 17 August 2020 - 23:33:34

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